Das Prüfungsverfahren - Grundsatz der Chancengleichheit:

Die verfahrensmäßigen Regelungen sind für Prüfungen und das Prüfungsrecht besonders wichtig. Hintergrund ist, daß jede Leistungsbewertung eine höchstpersönliche Einschätzung des Prüfers bleibt. Umso wichtiger ist es deshalb, daß die Einhaltung von Verfahrensvorschriften einen zusätzlichen Schutz gebietet.

Dem Prüfungsverfahren immanent ist, daß alle Prüfungsteilnehmer möglichst die gleichen Chancen haben sollen. Im einzelnen:

Prüfungsverfahren - Grundsatz der Chancengleichheit:

Wichtigster Grundsatz des Prüfungsrechts ist der sogenannte Grundsatz der Chancengleichheit:

  • D.h. allen Prüfungsteilnehmern soll möglichst eine gleiche Chance bei der Prüfung eingeräumt werden. Unmöglich ist dabei selbstverständlich das Erreichen einer absoluten Gleichheit unter den Prüfungsteilnehmern.
  • Allerdings wird es immer wieder Fälle geben, bei denen  - aus den verschiedensten Gründen – eine Ungleichbehandlung rechtswidrig im Sinne des Prüfungsrechts sein kann.

Für nähere Fragen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Prüfungsverfahren - Keine Gleichbehandlung im Unrecht:

Grenzen des Grundsatzes der Chancengleichheit können sich daraus ergeben, daß es im öffentlichen Recht keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht gibt.

  • Hat ein Dritter einen Vorteil erhalten, der rechtswidrig zustandegekommen ist, so hat der Prüfungsteilnehmer deshalb regelmäßig keinen Anspruch darauf, daß man ihm denselben Vorteil ebenso rechtswidrig erteilt.

Relevanz für die eigene Prüfung kann die unrechtmäßige Privilegierung eines Dritten allerdings immer dann haben, wenn das eigene Ergebnis dadurch negativ beeinflußt wurde (bspw. weil die eigenen Leistungen in Relation zu den anderen herabgewertet wurden).

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